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Veranstaltungen
Ein Jahr vor dem voraussichtlichen Wahltermin startet der SPD-Kreisverband Konstanz mit den Vorbereitungen für die Kommunal- und Europawahlen. Auf einer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 19.30 Uhr in Stockach (Bürgersaal Adler-Post) stellt sich die Kandidatin für das Europäische Parlament, die Freiburger Stadträtin Gabi Rolland den Sozialdemokraten im Kreis Konstanz vor. Außerdem werden die Delegierten zum Wahlparteitag der SPD gewählt.
Auf dem Weg zur sozialen Integration - Podium des Fritz-Erler-Forums diskutierte Europapolitik
"Es dauert zwei Jahre, bis unsere Ergebnisse in den nationalen Parlamenten ankommen". Evelyne Gebhardt, seit 14 Jahren Abgeordnete des europäischen Parlaments beschreibt die mühsamen Entscheidungswege der europäischen Politik zwischen Parlement, den 27 Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission. Unter dem Motto "Kräfte bündeln für ein soziales Europa" hatte das Fritz-Erler-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Diskussion in den Konstanzer Wolkensteinsaal eingeladen.
"Warum gibt es in Deutschland keinen Mindestlohn?" Moderator Davor Crvlje fragte den Politiker Peter Friedrich gar nicht erst, ob Mindestlöhne sinnvoll oder notwendig sind. Wenn Frankreich, Großbritannien und sogar die USA den gesetzlichen Mindestlohn vorschreiben, dürfe doch Deutschland nicht zurückstehen. Warum also handelt die Regierung nicht, wollte der Südkurier-Redakteur wissen, der die Podiumsdiskussion des SPD-Kreisverbands leitete. Auch der Titel der Veranstaltung provozierte: "Werden Arbeitnehmer zu Freiwild?" Nicht nur über Löhne, sondern auch über faire Arbeitsbedingungen und neue Herausforderungen in der Arbeitswelt diskutierten IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Claudius Marx, IG-Metall-Sekretär Johann Blaschke, Rechtsanwalt Michael Wirlitsch mit dem Konstanzer SPD-Abgeordneten.
Professor Gesine Schwan erhielt den Heckerhut der SPD
„Reale Politik steht meistens vor der falschen und einer noch fälscheren Entscheidung.“ Immer wieder beschrieb Gesine Schwan, als sie vom SPD-Kreisverband Konstanz den Heckerhut wegen ihrer Verdienste um die soziale Demokratie verliehen bekam, wie die moderne Politik sich im Dilemma verheddert. Eingeleitet wurde der Abend vom singenden Intendanten des Konstanzer Theaters, Prof. Dr. Christoph Nix, der ein Spottlied auf den politischen Kompromiss vortrug. Und der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Friedrich, sprach davon, manchmal müsse man Kompromisse auch „ertragen“. Gesine Schwan stimmte aber nicht das Lied der Politikverdrossenheit an. Mit Hilfe des Philosophen Immanuel Kant zeigte sie auf ,wie Politik dem wichtigsten Grundwert, der Würde des Menschen gerecht werden kann.
Genau 160 Jahre nach dem Heckerzug verleihen wir am 12. April 2008 den Heckerhut an Prof. Dr. Gesine Schwan. Die Veranstaltung findet am historischen Ort, im Konstanzer Bürgersaal statt und beginnt um 19 Uhr.
Eine historische Verbindung vom badischen Landtagsabgeordneten und Revolutionär zur Präsidentin der Europa-Universität Frankfurt/Oder und unserer Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin zu ziehen, fällt leicht. Sei es in der Grundwertekommission der SPD, sei es in ihrer wissenschaftlichen Arbeit oder in ihrem Engagement für die Aussöhnung mit Polen, die Verpflichtung zur sozialen Demokratie ist einer der wichtigsten Beweggründe von Gesine Schwan.